Die Bockwindmühle

Beeindruckend sind die Mächtigkeit der Kreuzbalken und des Hausbaumes, der nach vier Seiten durch starke Streben zum Balkenkreuz hin abgestützt ist und auf dem das Mühlenhaus ruht. Die Baumeister dieser Mühlen mussten bestens mit den Eigenheiten hiesiger Holzarten vertraut gewesen sein. Die Mühle steht in ihren Holzfundamenten bereits seit 1880. Bis zum Jahre 1956 war sie im Mahlbetrieb. Danach wurde bis zum Jahre 1964 nur noch Schrot gemahlen. In den Folgejahren stand die Mühle leer und drohte zu verfallen. 1983 begannen erste wichtige Restaurierungen.
1988 wurden neue Flügel montiert. Nach weiteren aufwendigen Reparaturen wurde der Mühlenkasten im März 1992 wieder in den Wind gedreht. Doch erst 1995 konnte, nach einer Unterbrechungspause von 31 Jahren, wieder gemahlen werden.

Die letzte im Oderbruch erhaltene Bockwindmühle ist ein unter Schutz gestelltes technisches Denkmal, das auch ein wenig Romantik versprüht. Das ist ein Grund, warum sich junge Paare hier gern das Ja-Wort geben.

Die Mühle erinnert heute vorwiegend an die ingenieurtechnischen Fähigkeiten und die hohe handwerkliche Kunst ihrer Erbauer.

Die Wilhelmsauer Bockwindmühle ist eine Vertreterin der ersten Variante einer heute noch bestaunenswerten technisch-konstruktiven Bauweise eines windgetriebenen Mühlwerkes. Nach heutigen Aspekten ist sie ressourcenschonend, ökologisch nachhaltig und energetisch effizient.

Die Bockwindmühle in Wilhelmsaue gehörte viele Jahre zum Freilichtmuseum Altranft und wird jetzt von der Gemeinde Letschin betrieben und verwaltet. Sie ist auch eine Außenstelle des Standesamtes Letschin.

Öffnungszeiten:

Die Bockwindmühle ist in der Zeit von 1. April bis 31. Oktober von Dienstag bis Donnerstag auf Voranmeldung (kurzer telefonischer Anruf) und von Freitag bis Sonntag von 10-17 Uhr zu besichtigen, vom 1. November bis 31. März nur auf Voranmeldung.

Tel: 0162-6318478